Dinner bei Esther auf Schloss Grades

Restaurierungsarbeiten des Deckengemäldes abgeschlossen

Seit dem Jahr 2016 laufen die Restaurierungsarbeiten auf Schloss Grades im Metnitztal. Nun ist das Prunkstück der Ausstattung, das Deckengemälde Gastmahl der Esther von Josef Ferdinand Fromiller von der Restaurierung zurückgekehrt.

Das Leinwandgemälde (ca. 300 x 180 cm.) des bedeutenden Kärntner Barockmalers entstand wohl in der Zeit um 1720 und hatte seinen Platz an der Stuckdecke des großen Salons seitdem nicht verlassen. Dunkel vom Kerzenruß der Jahrhunderte, stellenweise zerkratzt und bereits eingerissen präsentierte sich das Bild dem Betrachter. Zahlreiche Details waren gar nicht mehr erkennbar.

Deckengemälde vor der Restaurierung

Deckengemälde nach der Restaurierung

Es komme selten genug vor, so Restaurator Harald Wiedergut, dass man ein komplett jungfräuliches Gemälde zur Restaurierung erhält. Noch nie hatte einer seiner Kollegen in den vergangenen dreihundert Jahren Hand an dieses Bild gelegt.

Neben dem prachtvollen Schmuck des Perserkönig Xerxes und dem verschwendend gedeckten Tisch kam auch ein Mohr am rechten Bildrand zum Vorschein. Eine große Überraschung ist auch das vermutlich früheste bekannte Selbstporträt des Künstlers, der sich selbst am linken Bildrand als Betrachter abgebildet hat.

Bischof Jakob Maximilian von Thun hatte Schloss Grades, das seit den Anfängen im Besitz des Bistums war, in den 1720er Jahren umbauen und neu ausstatten lassen. In seinem Speisezimmer sollte die berühmte Tafelszene des alten Testaments, aus dem Buch Esther, zu sehen sein.

Noch bis September dieses Jahres dauern die Restaurierungen an. Barocke Prunkräume, die Gotische Rauchküche sowie die romanische Kapelle werden dann wieder in altem Glanz erstrahlen und im vollen Umfang der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

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