Savigny le Vieux

BURGUNDREISE

Chateau de Sully

Vom 14. – 17. Mai 2018 reisten 24 unserer Mitglieder nach Burgund und verlebten dort unvergessliche Tage mit französischer Kultur und der Kunst des le savoir-vivre. Brigitte Gräfin Kottulinsky mit Unterstützung von Johannes Graf Stubenberg hatte diese wunderschöne Reise organisiert.

Pünktlich um 8 Uhr am Montagmorgen trafen wir uns am Wiener Flughafen und flogen nach Zürich. Hier erwartete uns ein Bus der uns nach einer kleinen Erfrischungspause zum ersten Höhepunkt der Reise, dem Hôtel Dieu im französischen Beaune brachte. 1443 wurde es als Krankenhaus für die Armen gestiftet und war bis 1971 in Verwendung. Es handelt sich um eines der schönsten Beispiele der flämischen Gotik mit seinem Eingangsgebäude und großen Armensaal von 1452. Später wurde das Spital um diverse Renaissance-Bauten zu seiner heutigen Größe erweitert.

Am frühen Abend erreichten wir unser schönes Hotel für die gesamte Reise – dem „Château de Gilly“ – wo sich alle sehr schnell wohl fühlten.

Am nächsten Morgen erkundeten wir bei einem Altstadtspaziergang die burgundische Hauptstadt Dijon. Vorbei an herrlichen Patrizierhäusern des Mittelalters und der Renaissance schlenderten wir zum ehemaligen Palast der Herzöge von Burgund. Dieser stammt heute zum Großteil aus dem 17. Jahrhundert. Der markante 46 Meter hohe Palastturm aus dem 15. Jahrhundert wurde von Philipp dem Guten erbaut, dessen Enkeltochter Maria von Burgund 1477 Kaiser Maximilian I ehelichte.

Anschließend fuhren wir zur romanischen Kirche von Curgy, ehe wir beim Burgfried von Savigny-le-Vieux eintrafen. Hier erwartete uns der Hausherr, Konsul Eric Mayer-Schaller, der das romantische Anwesen als Feriendomizil in den Sommermonaten nutzt. Auch ein örtlicher Journalist berichtete über den Besuch des österreichischen Burgenvereins und beim Bauernbuffet mit Wein wurden gute Gespräche – teils auch in französischer Sprache – geführt. Im Anschluss daran besichtigten wir das Renaissance-Wasserschloss Château de Sully, bevor wir in einem historischen Weinkeller burgundische Weine verkosteten. Hier erfuhren wir u. a. um die Bedeutung der Böden und Mikrolagen für die jeweilige Klassifikation der burgundischen Weine.

Hotel Dieu

Am Mittwoch führte uns unsere Reise zum Château Bussy-Rabutin, dass vor allem durch den hier in der Verbannung lebenden Offizier und Schriftsteller Roger von Bussy-Rabutin im 17. Jahrhundert eine interessante Innenausstattung erhalten hatte. Mit der im Jahre 1118 vom Heiligen Bernhard von Clairvaux gegründete Abtei Fontenay erkundeten wir ein Idealbeispiel für klösterliches Zusammenleben der Zisterzienser. Mit seiner Kirche, Kreuzgang, Refektorium, Schlafräumen, Bäckerei und Eisenhütte steht die Anlage seit 1981 auf der UNESCO-Welterbeliste.

Danach begaben wir uns zum Wallfahrtsort Vézelay, wo die Reliquien von Maria Magdalena bereits seit dem 9. Jahrhundert verehrt werden. Die romanische Basilika, die in nur 20 Jahren ab 1120 errichtet wurde, zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern dieser Epoche. Der Chor und das Querschiff stammen aus der Zeit von 1185–1215 und sind bereits dem frühgotischen Stil zuzurechnen. Am Abend erwartete uns mit dem Dinner im ehemaligen Weinkeller unseres Hotels der kulinarische Höhepunkt der Reise und bildete zugleich einen würdigen Abschluss der Reise.

Am Donnerstag brachen wir zum Flughafen nach Genf auf und verbanden dies mit einer Besichtigung der ehemaligen Bendiktinerabtei. Obwohl vom dritten Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert an dieser Stelle nur noch ein Bruchteil erhalten ist, lässt sich die Größe bis heute erahnen. Immerhin war dieses fünfschiffige Langhaus von 187 m Länge und zwei Querschiffen bis zum Bau des Petersdoms in Rom das größte Gotteshaus.

Schließlich erreichten wir den Genfer Flughafen und kehrten allesamt wohl behalten nach Wien zurück.

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